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Glossar — Bauphysik

Aufsteigende Feuchte

Wasser aus dem Erdreich, das in einer Wand ohne wirksame Sperre durch die feinen Poren des Mauerwerks nach oben wandert.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Aufsteigende Feuchte ist Wasser aus dem Erdreich, das über die Kapillaren des Mauerwerks in der Wand nach oben wandert, weil keine wirksame Horizontalsperre den Weg unterbricht. Das Wasser steigt so lange, bis Verdunstung an der Wandoberfläche und Nachschub aus dem Boden im Gleichgewicht sind. Wie hoch die Feuchtezone reicht, hängt von Baustoff, Wandstärke, Salzgehalt und davon ab, wie gut die Wand nach außen und innen abtrocknen kann.

Erkennbar ist sie an einem Feuchtebild, das vom Boden ausgeht und nach oben hin abnimmt, oft mit einem Rand aus Salzausblühungen und abplatzendem Putz. Geprüft wird sie nicht mit einem Blick, sondern über die Verteilung der Materialfeuchte in verschiedenen Höhen und Tiefen der Wand, am besten ergänzt durch eine Salzanalyse.

Im österreichischen Altbestand, besonders in Gründerzeithäusern und älteren Häusern in Niederösterreich, ist aufsteigende Feuchte ein häufiger Befund im Erdgeschoß und Keller. Ein typischer Irrtum ist, jede feuchte Sockelzone für aufsteigende Feuchte zu halten: Kondensat an kalten Wandstellen, Spritzwasser, seitlich drückendes Wasser oder eine undichte Leitung erzeugen ähnliche Bilder. Weil eine Sperre teuer ist, lohnt es sich, die Ursache vorher sachlich einzugrenzen.

Im Bestandsgebäude

Aufsteigende Feuchte zeigt sich im untersten Wandbereich, oft als waagrechter Rand mit Salzausblühungen darüber. Im Altbestand ohne Horizontalsperre ist sie häufig; sie hängt nicht an der Außentemperatur und verschwindet deshalb auch im Sommer nicht.

Woran erkennt man aufsteigende Feuchte im Mauerwerk?
Typisch ist ein Feuchtebild, das vom Boden ausgeht, nach oben abnimmt und von Salzausblühungen und abplatzendem Putz begleitet wird. Es verschwindet auch im Sommer nicht. Sicher wird die Diagnose erst mit Materialfeuchte-Messungen in mehreren Höhen und einer Salzanalyse. San-Care liefert in Wien und Niederösterreich die Raumklimadaten, mit denen sich Kondensat als Ursache sachlich eingrenzen lässt.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich