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Glossar — Schaden & Sanierung

Estrichtrocknung

Eine Trocknung, bei der Luft durch Bohrungen in die Dämmschicht unter dem Estrich geführt wird, um dort eingeschlossenes Wasser herauszuholen.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Estrichtrocknung, auch Dämmschichttrocknung genannt, ist ein Verfahren, bei dem durch Bohrungen im Estrich oder in den Randfugen trockene Luft in die Dämmschicht darunter geblasen oder feuchte Luft abgesaugt wird. So wird Wasser erreicht, das nach einem Leitungswasserschaden zwischen Rohdecke und Estrich eingeschlossen ist und von oben weder sichtbar noch durch Raumlufttrocknung erreichbar ist.

Ob Wasser unter den Estrich gelangt ist, zeigt sich an feuchten Randfugen, an Sockelleisten, an Messungen der Fachfirma oder an Wasser, das bei einer Probebohrung austritt. Im Druck- oder Saugverfahren laufen Geräte meist über mehrere Wochen, begleitet von wiederholten Kontrollmessungen. Die Bohrlöcher werden nach Abschluss verschlossen; bei empfindlichen Belägen wie Parkett ist oft vorher zu klären, ob der Belag erhalten werden kann.

In österreichischen Wohnungen mit schwimmendem Estrich auf Dämmung ist diese Konstellation nach Rohrbrüchen in Bad und Küche häufig. Ein typischer Irrtum ist, dass ein trocken wirkender Bodenbelag auch einen trockenen Aufbau darunter bedeutet; eingeschlossenes Wasser kann dort lange verbleiben und Schimmel oder Geruch in der Dämmschicht verursachen.

Im Bestandsgebäude

Wasser unter dem Estrich trocknet ohne dieses Verfahren kaum ab und ist von oben nicht zu sehen. Die Estrichtrocknung dauert deshalb meist deutlich länger als die Trocknung einer Wandoberfläche.

Woran erkennt man Wasser unter dem Estrich?
Hinweise sind feuchte Rand- oder Silikonfugen, verfärbte Sockelleisten, aufgewölbte Holzböden, muffiger Geruch oder Feuchte an der Wand knapp über dem Boden. Sicher klärt das nur eine Messung oder Probebohrung durch eine Fachfirma. San-Care beobachtet danach das Raumklima als Frühwarnsystem und dokumentiert Verläufe für Objekte in Wien und Niederösterreich.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich