03 — Wissen
Feuchtemonitoring für Hausverwaltungen: der Leitfaden
Die Frage ist selten, ob Monitoring funktioniert — sondern ob es sich für ein bestimmtes Objekt rechnet und wie man es einführt, ohne mit jedem Mieter eine Diskussion zu beginnen. Dieser Leitfaden beantwortet beides.
Wann sich Monitoring für ein Objekt lohnt
Monitoring lohnt sich nicht überall. Ein Objekt ohne Vorgeschichte und ohne Beschwerden braucht keine Sensorik — dort wäre es ein Kostenposten ohne Gegenwert. Sinnvoll wird es, sobald ein Objekt Aufwand erzeugt, der sich wiederholt.
Typische Auslöser
- Wiederkehrende Feuchte- oder Schimmelmeldungen in denselben Einheiten
- Ein laufender Streitfall zwischen Mieter und Eigentümer über die Ursache
- Altbaubestand mit bekannten Wärmebrücken und ungedämmten Außenecken
- Ein Wasserschaden, dessen Trocknung nachweislich abgeschlossen sein muss
- Anstehende Sanierungsentscheidungen, für die eine Datengrundlage fehlt
- Leerstand, der über einen längeren Zeitraum beobachtet werden soll
Der Ablauf, Schritt für Schritt
Zwischen dem ersten Gespräch und dem ersten Monatsreport liegen vier Schritte. Der aufwendigste ist nicht die Technik, sondern die Abstimmung mit den Bewohnern — und die gehört an den Anfang, nicht ans Ende.
Was es kostet
Der Einstieg ist bewusst klein gehalten: Der Pilot kostet 990 Euro einmalig oder wahlweise 390 Euro pro Monat und umfasst zehn Messpunkte in einem Objekt über drei Monate. Ein separates Setup fällt dabei nicht an.
Für dauerhaftes Monitoring gibt es Objekt-Pakete ab 490 Euro pro Monat zuzüglich Setup; das vollständige Objekt-Paket liegt bei 990 Euro pro Monat. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten beginnt das Portfolio-Paket bei 1.500 Euro pro Monat und wird individuell dimensioniert. Die verbindlichen Konditionen stehen im Angebot.
Ob und in welcher Form sich diese Kosten auf Eigentümer umlegen lassen, hängt von Verwaltungsvertrag und Objekt ab und ist im Einzelfall zu prüfen. San-Care stellt dafür eine transparente Aufstellung je Objekt bereit, leistet aber keine Rechtsberatung.
Die Bewohner: der Einwand, der zuerst kommt
Der erste Einwand ist nie technisch, sondern lautet: „Werden wir jetzt überwacht?“ Die Antwort darauf muss vor der Montage stehen und sie muss stimmen. Die Messpunkte erfassen ausschließlich Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Es gibt keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung, und das WLAN der Bewohner wird weder benötigt noch mitbenutzt.
Gemessen wird das Raumklima, nicht das Verhalten einzelner Personen. Praktisch heißt das: Die Bewohner werden vor der Montage informiert, und ihre Zustimmung ist Voraussetzung. Stimmt jemand nicht zu, wird dort nicht gemessen. In der Praxis lassen sich die kritischen Bereiche eines Objekts meist auch dann sinnvoll abdecken — das wird bei der Begehung geklärt.
Was am Ende auf dem Tisch liegt
Drei Dinge, und sie unterscheiden sich in ihrem Zweck. Das Dashboard ist für den laufenden Blick über alle Objekte. Die Alerts sind für den Fall, dass etwas nicht von selbst wieder in den unkritischen Bereich zurückgeht. Der Monatsreport ist das Dokument, das weitergegeben werden kann — an Eigentümer, an einen Sachverständigen, an eine Versicherung — ohne dass jemand es erklären muss.
- Dashboard über alle Objekte und Messpunkte, mit Verlauf je Messpunkt
- E-Mail-Alerts mit Objekt, Einheit und Messpunkt bei anhaltend kritischen Bedingungen
- Monatsreport als PDF mit fachlicher Einordnung der Messreihen
- Vierstufige Einstufung je Messpunkt statt einer nackten Zahl
Schritt für Schritt
Feuchtemonitoring in einem Bestandsobjekt einführen
Von der ersten Anfrage bis zum ersten Monatsreport in einem Bestandsobjekt in Wien oder Niederösterreich.
Erstgespräch
Rund zwanzig Minuten, telefonisch oder vor Ort. Sie schildern, was im Objekt wiederkehrend unklar bleibt. Danach wissen Sie, ob und wie sich Ihre Frage messen lässt und was es ungefähr kostet. Fällt die Einschätzung negativ aus, entstehen keine Kosten.
Begehung und Messkonzept
Das Objekt wird begangen und die kritischen Bereiche werden aufgenommen: Außenecken, Fensterlaibungen, Bäder, Bereiche hinter Einbauten. Daraus entsteht das Messkonzept mit Anzahl, Position und Höhe der Messpunkte — typischerweise zwei bis vier je Wohneinheit.
Bewohner informieren
Die betroffenen Bewohner werden vor der Montage informiert, was gemessen wird und was nicht. Ihre Zustimmung ist Voraussetzung. Wo keine Zustimmung vorliegt, wird nicht gemessen; das Messkonzept wird entsprechend angepasst.
Montage und Inbetriebnahme
Messpunkte werden geklebt oder geschraubt, die Basisstation kommt an eine normale Steckdose. Es gibt keine Verkabelung und keinen baulichen Eingriff. Für ein Objekt dauert das rund einen halben Tag, danach wird die Funkstrecke im Objekt abgenommen.
Messen und auswerten
Jeder Messpunkt liefert alle 15 Minuten einen zeitgestempelten Wert. Sie sehen die Verläufe im Dashboard und erhalten Alerts bei anhaltend kritischen Bedingungen. Jeden Monat kommt ein Report, der die Messreihen fachlich einordnet.
Entscheiden
Nach drei Monaten Pilot liegt ein Verlauf vor, der zeigt, ob und wo dauerhaftes Monitoring sinnvoll ist. Sie entscheiden über die Fortführung; ohne Ihre Zusage entstehen keine weiteren Kosten. Auch „kein Befund“ ist ein Ergebnis.
- Ein Objekt mit einer konkreten Fragestellung
- Eine Steckdose im Stiegenhaus oder Technikraum für die Basisstation
- Die Zustimmung der betroffenen Bewohner
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Messkonzept
- Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
- Begehung
- Der Termin vor Ort, bei dem das Objekt aufgenommen und die kritischen Bereiche bestimmt werden.
- Messpunkt
- Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
- Alert
- Eine automatische Meldung per E-Mail, sobald an einem Messpunkt über längere Zeit kritische Bedingungen bestehen.
- Wartung
- Die laufende Betreuung der installierten Technik: Batteriewechsel, Austausch ausgefallener Messpunkte und Nachjustierung.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Passende Leistungen
- Messkonzept, Montage und WartungWo gemessen wird, entscheidet, ob die Daten später etwas wert sind.Ansehen
- Plattform, Reports und BewertungZahlen allein helfen niemandem. Wir sagen Ihnen, was sie bedeuten.Ansehen
- Feuchte- und SchimmelmonitoringFeuchte, Temperatur und Taupunkt — alle 15 Minuten, über Monate, zeitgestempelt.Ansehen
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Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich