64 — Wissen
Feuchtemonitoring in mehreren Objekten einführen: Reihenfolge und Standards
Bei einem Objekt ist Monitoring ein Projekt. Bei zwanzig Objekten ist es ein Ablauf, der in der Verwaltung funktionieren muss, auch wenn die Person, die ihn eingeführt hat, gerade auf Urlaub ist.
Warum nicht alle Objekte auf einmal
Flächendeckend zu messen klingt gründlich, ist aber selten sinnvoll. Ein Objekt ohne Vorgeschichte, ohne Beschwerden und ohne anstehende Entscheidung braucht keine Sensorik. Messpunkte, deren Werte niemand braucht, erzeugen Kosten und Aufmerksamkeit ohne Gegenwert.
Sinnvoller ist ein gestuftes Vorgehen: Monitoring dort, wo es eine Frage gibt, und ein Blick auf die übrigen Objekte erst, wenn dort ein Anlass entsteht. So wächst das System mit dem tatsächlichen Bedarf.
Nach welchen Kriterien man Objekte reiht
Die Reihenfolge ergibt sich aus den eigenen Unterlagen der Verwaltung. Keine dieser Fragen braucht eine Messung, um beantwortet zu werden.
| Kriterium | Warum es zählt | Typische Stufe |
|---|---|---|
| Wiederkehrende Feuchte- oder Schimmelmeldungen | Die Frage stellt sich ohnehin jedes Jahr wieder | Zuerst |
| Laufender Streit über die Ursache | Eine Datengrundlage fehlt, Aussagen stehen gegen Aussagen | Zuerst |
| Anstehende oder abgeschlossene Sanierung | Wirkung soll über eine Heizperiode geprüft werden | Früh |
| Leerstand oder selten genutzte Einheiten | Niemand bemerkt Veränderungen vor Ort | Früh |
| Altbau mit bekannten kalten Außenecken | Erhöhtes Risiko, aber noch keine Meldungen | Nach Bedarf |
| Unauffälliges Objekt ohne Vorgeschichte | Kein Anlass für eine Messung | Vorerst nicht |
Mit einem Pilot die Vorlage bauen
Das erste Objekt ist mehr als ein Testlauf. Hier entstehen die Standards, die später übernommen werden: welche Alarmregeln mit welcher Mindestdauer gelten, wer Alerts bekommt, wer im Objekt reagiert, wie die Bewohnerinformation formuliert ist und wie der Monatsreport intern weitergegeben wird.
Der Pilot von San-Care umfasst 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate und kostet laut Preisübersicht 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Gewählt wird am besten ein Objekt, das typisch für den Bestand ist und eine echte Frage hat, damit die Vorlage auch für die nächsten Objekte trägt.
Was vor dem Ausrollen festgelegt sein sollte
Je mehr Objekte dazukommen, desto wichtiger ist, dass nicht jedes Haus anders eingerichtet ist. Die Plattform unter app.san-care.at zeigt alle Objekte in einer Ansicht, jeweils mit dem Zustand in Worten. Damit das funktioniert, sollten ein paar Punkte einheitlich geregelt sein.
Einheitlich regeln
- Alarmregeln je Gebäude oder Sensortyp, mit Mindestdauer, damit kurze Spitzen keinen Alarm auslösen
- Feste Empfänger je Objekt und eine Vertretung
- Rollen in der Plattform: verwalten, bearbeiten oder nur lesen
- Eine Vorlage für die Bewohnerinformation
- Wer Vorfälle bestätigt und als gelöst markiert
- Ob Messdaten und Vorfälle über die Schnittstelle in eigene Systeme übernommen werden
Welches Paket zu mehreren Objekten passt
Für einzelne Objekte gibt es Objekt Basic zu 490 €/Monat und Objekt Pro zu 990 €/Monat, jeweils zuzüglich Setup. Für Verwaltungen mit mehreren Objekten ist das Paket Portfolio gedacht, ab 1.500 €/Monat, mit Mandantenstruktur und Management-Reports; das Setup wird individuell festgelegt.
Die Mandantenstruktur trennt Objekte und Eigentümer sauber voneinander, die Management-Reports fassen den Zustand über alle Objekte zusammen. Ein Erstgespräch mit San-Care klärt, welche Objekte in welcher Stufe sinnvoll sind. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.
| Paket | Listenpreis | Setup | Gedacht für |
|---|---|---|---|
| Pilot | 990 € einmalig oder 390 €/Monat | — | Erstes Objekt, Vorlage bauen |
| Objekt Basic | 490 €/Monat | 750–1.500 € | Ein Objekt, bis 20 messpunkte |
| Objekt Pro | 990 €/Monat | 1.500–3.500 € | Ein Objekt, bis 50 messpunkte, mehrere Nutzer |
| Portfolio | ab 1.500 €/Monat | individuell | Mehrere Objekte, Mandantenstruktur |
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Hausverwaltung
- Das Unternehmen oder die Person, die ein Haus im Auftrag der Eigentümer verwaltet, von der Abrechnung bis zur Beauftragung von Reparaturen.
- IoT-Plattform
- Die Software im Internet, in der die Daten vernetzter Sensoren ankommen, gespeichert, angezeigt und ausgewertet werden.
- Alert
- Eine automatische Meldung per E-Mail, sobald an einem Messpunkt über längere Zeit kritische Bedingungen bestehen.
- Schwellenwert
- Ein vorab festgelegter Grenzwert, bei dessen Über- oder Unterschreiten das System eine Meldung auslöst.
- Messpunkt
- Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
- Frühwarnsystem
- Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
Der kleinste Einstieg für Ihr Objekt.
Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.
990 € einmalig, oder 390 €/Monat
- 10 Messpunkte
- 1 Objekt
- 3 Monate Laufzeit
- Monatsreport
- Einfache Alerts
Passende Leistungen
- Plattform, Reports und BewertungZahlen allein helfen niemandem. Wir sagen Ihnen, was sie bedeuten.Ansehen
- Feuchte- und SchimmelmonitoringFeuchte, Temperatur und Taupunkt — alle 15 Minuten, über Monate, zeitgestempelt.Ansehen
- Messkonzept, Montage und WartungWo gemessen wird, entscheidet, ob die Daten später etwas wert sind.Ansehen
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Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich