61 — Wissen
Feuchtesensoren kaufen oder als Service beziehen: Was passt für ein Mehrparteienhaus?
Ein Feuchtesensor ist schnell gekauft. Teuer wird nicht das Gerät, sondern die Frage, wer ihn richtig setzt, wer die Werte liest und wer reagiert, wenn er schweigt.
Worum es bei der Entscheidung eigentlich geht
Die Frage „kaufen oder mieten“ klingt nach Hardware. Tatsächlich entscheidet sie darüber, wer die Arbeit rund um die Messung übernimmt. Ein Sensor liefert Zahlen. Damit daraus eine Aussage über ein Objekt wird, braucht es einen sinnvollen Messort, eine Funkverbindung, die über Monate hält, eine Auswertung, die kurze Spitzen von anhaltenden Bedingungen trennt, und jemanden, der bei einer Meldung oder einem Ausfall reagiert.
Wer Sensoren kauft, übernimmt all das selbst. Wer Monitoring als Service bezieht, kauft diese Arbeit mit. Welche Variante passt, hängt also weniger vom Gerätepreis ab als davon, wie viele Messpunkte, wie viele Einheiten und wie viele Beteiligte es gibt.
Kauf und Service im direkten Vergleich
Die Tabelle stellt gegenüber, wer bei welcher Variante welche Aufgabe übernimmt. Sie bewertet keine bestimmten Geräte, sondern die Aufgabenverteilung.
| Aufgabe | Sensoren selbst kaufen | Monitoring als Service |
|---|---|---|
| Messort festlegen | Eigene Entscheidung, oft nach Gefühl | Begehung und Messkonzept durch den Anbieter |
| Montage in bewohnten Einheiten | Eigene Termine mit den Bewohnern | Durch das Team des Anbieters |
| Datenübertragung | Häufig über WLAN oder Bluetooth in der Wohnung | Eigene Funkstrecke, bei San-Care LoRaWAN ohne Mieter-WLAN |
| Auswertung | Eigene Sichtung der Kurven | Plattform mit Einstufung, Alarmregeln und Monatsreport |
| Ausfall eines Sensors | Fällt oft erst beim Auslesen auf | Wird in der Plattform sichtbar und gemeldet |
| Batteriewechsel und Tausch | Eigene Aufgabe | Teil der Wartung |
| Unterlage für Dritte | Selbst zu erstellen | Monatsreport als PDF und CSV-Export |
Wann gekaufte Sensoren genügen
Für eine einzelne Wohnung und eine einfache Frage ist ein gekauftes Hygrometer oder ein Datenlogger oft ausreichend. Wer wissen will, ob das Schlafzimmer über Nacht sehr feucht wird, bekommt die Antwort mit einem einfachen Gerät und etwas Disziplin beim Ablesen.
Auch für einen kurzen Plausibilitätscheck vor einer größeren Entscheidung kann ein eigenes Gerät reichen. Wichtig ist dann, es an die kälteste Stelle zu setzen und nicht in die Raummitte, und die Werte über mehrere Wochen zu notieren statt einmal.
Typische Fälle für ein eigenes Gerät
- Eine Wohnung, eine Frage, ein überschaubarer Zeitraum
- Die Person, die misst, wohnt selbst dort und liest regelmäßig ab
- Es soll keine Unterlage für Dritte entstehen
- Ein Ausfall des Geräts hätte keine Folgen
Wann Monitoring als Service die bessere Wahl ist
Sobald mehrere Einheiten, mehrere Beteiligte oder eine mögliche Auseinandersetzung im Spiel sind, kippt die Rechnung. Eine Hausverwaltung kann nicht in vielen Wohnungen Geräte auslesen, Batterien wechseln und Kurven vergleichen. Und eine Messreihe, die später ein Sachverständiger lesen soll, braucht durchgehende Zeitstempel und sichtbare Lücken statt nachträglich übertragener Zahlen.
San-Care bietet Feuchtemonitoring deshalb als Service an: Begehung, Messkonzept, Montage durch das eigene Team, batteriebetriebene Messpunkte mit rund fünf Jahren Batterielaufzeit, eine netzbetriebene Basisstation je Objekt, die Plattform unter app.san-care.at, Alarmregeln mit Mindestdauer und ein Monatsreport mit fachlicher Einordnung. Gemessen werden Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt alle 15 Minuten, dazu eine Einstufung des Schimmelrisikos je Messpunkt.
Was der Service kostet und wie man einsteigt
Laufendes Monitoring besteht bei San-Care aus einem Monatspreis und einem einmaligen Setup. Wer erst prüfen will, ob ein Objekt das überhaupt braucht, beginnt mit dem Pilot: 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate, mit Monatsreport und einfachen Alerts, zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat.
Danach entscheidet die Verwaltung auf Grundlage echter Messwerte, ob ein laufendes Paket sinnvoll ist. Für ein Erstgespräch genügt eine kurze Beschreibung des Objekts und der Frage, die beantwortet werden soll. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.
| Paket | Listenpreis | Setup |
|---|---|---|
| Pilot | 990 € einmalig oder 390 €/Monat | — |
| Objekt Basic | 490 €/Monat | 750–1.500 € |
| Objekt Pro | 990 €/Monat | 1.500–3.500 € |
| Portfolio | ab 1.500 €/Monat | individuell |
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Hygrometer
- Ein Messgerät, das die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt, meist zusammen mit der Temperatur.
- Datenlogger
- Ein Messgerät, das Werte über einen Zeitraum im eigenen Speicher aufzeichnet, die erst beim Auslesen vor Ort oder per Kabel sichtbar werden.
- Messpunkt
- Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
- Basisstation
- Das netzbetriebene Empfangsgerät, das die Funksignale aller Messpunkte eines Objekts einsammelt und weiterleitet.
- LoRaWAN
- Ein Funkstandard für kleine Datenmengen über große Distanzen bei sehr geringem Stromverbrauch.
- Wartung
- Die laufende Betreuung der installierten Technik: Batteriewechsel, Austausch ausgefallener Messpunkte und Nachjustierung.
- Frühwarnsystem
- Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
Der kleinste Einstieg für Ihr Objekt.
Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.
990 € einmalig, oder 390 €/Monat
- 10 Messpunkte
- 1 Objekt
- 3 Monate Laufzeit
- Monatsreport
- Einfache Alerts
Passende Leistungen
- Feuchte- und SchimmelmonitoringFeuchte, Temperatur und Taupunkt — alle 15 Minuten, über Monate, zeitgestempelt.Ansehen
- Messkonzept, Montage und WartungWo gemessen wird, entscheidet, ob die Daten später etwas wert sind.Ansehen
- Plattform, Reports und BewertungZahlen allein helfen niemandem. Wir sagen Ihnen, was sie bedeuten.Ansehen
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Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich