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20 — Wissen

Was kostet Feuchtemonitoring für ein Mehrparteienhaus?

Die Kosten eines Monitorings sind überschaubar und planbar. Die eigentliche Frage ist, ob ein Objekt genug wiederkehrenden Aufwand erzeugt, damit sich die Datengrundlage lohnt — und wie viele Messpunkte dafür wirklich nötig sind.

Fachlich geprüft, Stand 28. September 2026. Gilt für Bestandsobjekte in Wien und Niederösterreich.

Welche Pakete gibt es und was kosten sie?

San-Care bietet vier Pakete. Alle Preise sind Listenpreise, netto zuzüglich USt.; die verbindlichen Konditionen einschließlich Laufzeit stehen im Angebot. Der Pilot läuft drei Monate ohne weitere Bindung, die Objekt-Pakete haben je nach Paket eine Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten, weil Feuchteverläufe saisonal sind und eine Historie erst über die Zeit aussagekräftig wird.

PaketPreisSetupUmfang
Pilot990 € einmalig oder 390 €/Monatkein separates Setup10 Messpunkte, 1 Objekt, 3 Monate, Monatsreport, einfache Alerts
Objekt Basic490 €/Monat750–1.500 € einmaligbis 20 Messpunkte, 1 Basisstation, laufendes Monitoring, Monatsreport, E-Mail-Alerts
Objekt Pro990 €/Monat1.500–3.500 € einmaligbis 50 Messpunkte, mehrere Nutzer, Reports, Alerts, Support
Portfolioab 1.500 €/Monatindividuellmehrere Objekte, 100+ Messpunkte, Mandantenstruktur, Management-Reports
Listenpreise laut Preisübersicht von San-Care, Stand September 2026, alle Beträge netto zuzüglich USt. Verbindlich ist ausschließlich das Angebot.

Wie viele Messpunkte braucht ein Mehrparteienhaus?

Die Zahl der Messpunkte bestimmt das Paket, und sie ergibt sich aus der Begehung, nicht aus der Zahl der Wohnungen. Nicht jede Einheit braucht Sensoren. Gemessen wird dort, wo die Frage liegt: in den Einheiten mit Meldungen, an den bekannten kalten Stellen und an einem unauffälligen Vergleichspunkt.

Je Wohneinheit, in der gemessen wird, sind typischerweise zwei bis vier Messpunkte sinnvoll, gesetzt an Außenecken, Fensterlaibungen, in Bädern und hinter Einbauten. Ein Haus, in dem sich die Fragen auf wenige Einheiten konzentrieren, kommt deshalb für den Einstieg oft mit dem Pilot und danach mit Objekt Basic aus; ein Objekt mit Problemen in vielen Geschossen braucht eher Objekt Pro.

Die Basisstation, eine je Objekt, hängt an einer normalen Steckdose im Stiegenhaus oder Technikraum. Die Messpunkte sind batteriebetrieben und laufen rund fünf Jahre; der Batteriewechsel gehört zur Wartung in den laufenden Paketen.

Was ist im Preis enthalten?

Monatspreis und Setup decken nicht nur Hardware ab. Sie umfassen das Messkonzept aus der Begehung, die Montage mit eigenem Team ohne Subunternehmer, den Betrieb der Funkstrecke, die Plattform app.san-care.at mit Dashboard, Alarmregeln und Vorfallverlauf, den Monatsreport als PDF mit fachlicher Einordnung und die laufende Wartung. Die Messdaten gehören dem Objekt und bleiben auch nach Vertragsende erhalten.

Was die Hausverwaltung konkret erhält

  • Alle Objekte und Messpunkte in einer Ansicht, mit Zustand in Worten
  • Alarmregeln mit Mindestdauer, damit kurzes Duschen keinen Alarm auslöst
  • Vorfälle mit Verlauf: wann die Bedingung eintrat, wer reagiert hat, wann sie wieder im Rahmen war
  • Monatsreport als PDF, weitergabefähig an Eigentümer und Sachverständige
  • CSV-Export der Rohdaten und eine Schnittstelle für die Verwaltungssoftware

Wie rechnet sich Monitoring gegenüber den Folgekosten?

Eine seriöse Rechnung beginnt nicht mit einer Ersparnis-Zahl, sondern mit dem Aufwand, den ein Objekt heute schon erzeugt. Jede wiederkehrende Schimmelmeldung kostet Arbeitszeit in der Verwaltung, Besichtigungen, oft einen Gutachtertermin, manchmal eine Sanierung, die im nächsten Winter wiederholt werden muss, und im Streitfall Verfahrens- und Anwaltskosten. Dazu kommen mögliche Mietzinsminderungen, wenn der Mangel bauseitig ist.

Wie hoch diese Posten sind, ist von Objekt zu Objekt verschieden, und San-Care nennt dafür keine Pauschalwerte. Die Frage für die Entscheidung lautet: Wie oft hat dieses Objekt in den letzten Jahren Feuchteaufwand verursacht, und wie viel davon wäre mit einer früheren Warnung und einer geklärten Ursache kleiner ausgefallen? Der Pilot ist dafür gedacht, diese Frage mit echten Daten aus dem eigenen Objekt zu beantworten.

Wer trägt die Kosten im Mehrparteienhaus?

Das hängt vom Rechtsverhältnis ab. Im Miethaus ist in der Regel der Eigentümer Auftraggeber. Ob sich Monitoringkosten als Betriebskosten auf die Mieter umlegen lassen, richtet sich im Vollanwendungsbereich des MRG nach dem abschließenden Katalog in § 21 Abs 1 MRG und ist im Einzelfall rechtlich zu prüfen; davon auszugehen ist nicht.

Im Wohnungseigentum entscheidet die Eigentümergemeinschaft. Ob ein Monitoring als Maßnahme der ordentlichen Verwaltung gilt, etwa zur Erhaltung allgemeiner Teile, oder einen eigenen Beschluss braucht, sollte mit der Verwaltung und im Zweifel rechtlich geklärt werden. San-Care stellt für jede Variante eine transparente Aufstellung je Objekt bereit, leistet aber keine Rechtsberatung.

Begriffe in diesem Text

Kurz erklärt.

Betriebskosten
Laufende Kosten für den Betrieb eines Hauses, die der Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen auf die Mieter aufteilen darf.
Hausverwaltung
Das Unternehmen oder die Person, die ein Haus im Auftrag der Eigentümer verwaltet, von der Abrechnung bis zur Beauftragung von Reparaturen.
Messpunkt
Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
Basisstation
Das netzbetriebene Empfangsgerät, das die Funksignale aller Messpunkte eines Objekts einsammelt und weiterleitet.
Messkonzept
Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
Wartung
Die laufende Betreuung der installierten Technik: Batteriewechsel, Austausch ausgefallener Messpunkte und Nachjustierung.
Eigentümergemeinschaft
Die Gesamtheit aller Wohnungseigentümer eines Hauses, die gemeinsam über Verwaltung und Erhaltung der Liegenschaft entscheidet.

Vollständiges Glossar

Häufige Fragen

Was dazu gefragt wird.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich