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68 — Wissen

Feuchtemonitoring nach Sanierung oder Wasserschaden beauftragen: was in den Auftrag gehört

Nach einer Sanierung will jeder wissen, ob sie gewirkt hat. Ob die Messung diese Frage beantworten kann, entscheidet sich aber schon beim Auftrag, nicht erst beim Auswerten.

Fachlich geprüft, Stand 7. Oktober 2026. Gilt für Bestandsobjekte in Wien und Niederösterreich.

Wer ein Monitoring typischerweise beauftragt

Je nach Objekt beauftragen die Hausverwaltung, der Eigentümer oder ein Fachbetrieb in Abstimmung mit dem Auftraggeber die Messung. Entscheidend ist weniger, wer bezahlt, als dass alle Beteiligten vorher wissen, was gemessen wird und wer die Ergebnisse bekommt. Sonst entsteht am Ende eine Messreihe, die eine Seite nicht anerkennt, weil sie beim Festlegen der Messorte nicht dabei war.

Wer bei einem Schaden die Kosten trägt, ist eine vertragliche oder rechtliche Frage. Sie gehört nicht in die Messplanung, sollte aber vor dem Auftrag geklärt sein.

Was in den Auftrag gehört

Die folgenden Punkte machen aus einem allgemeinen Wunsch nach Kontrolle einen Auftrag, an dessen Ende eine verwertbare Antwort steht.

PunktFestzulegenWarum
ZielWelche Frage beantwortet werden soll, zum Beispiel ob die sanierte Außenecke über den Winter unkritisch bleibtAus dem Ziel folgen Messorte und Zeitraum
MessgrößeRaumklima an der Oberfläche oder Materialfeuchte im BauteilRaumklima-Sensoren erfassen keine Feuchte im Mauerwerk
MessorteSanierte Stellen, angrenzende Bereiche und ein VergleichspunktErst der Vergleich macht eine Veränderung sichtbar
ZeitraumMindestens die Saison, in der das Problem auftratAußenwände zeigen sich im Winter, Keller oft im Sommer
EmpfängerWer Alerts, Monatsreports und Zugang zur Plattform erhältDamit eine Meldung nicht ins Leere läuft
WeitergabeOb Daten an Sachverständige oder andere Beteiligte gehenExport und Rollen vorab regeln
EndeWann die Messung endet oder überprüft wirdSonst läuft sie weiter, ohne dass jemand die Frage stellt

Warum es sich lohnt, schon vor der Sanierung zu messen

Eine Messreihe nach der Sanierung zeigt, wie sich das Objekt jetzt verhält. Ob das eine Verbesserung ist, lässt sich nur sagen, wenn es Werte von vorher gibt. Wer eine Sanierung plant, sollte deshalb überlegen, schon in der Heizperiode davor zu messen.

Ist die Sanierung schon erfolgt, hilft ein Vergleichspunkt in einem unauffälligen Bereich desselben Objekts. Er zeigt, wie sich ein Raum unter denselben Außenbedingungen verhält, und macht Abweichungen an der sanierten Stelle sichtbar.

Raumklima oder Materialfeuchte: die richtige Messung wählen

Das Standard-Feuchtemonitoring von San-Care misst Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt an der Oberfläche, alle 15 Minuten. Das passt, wenn die Frage lautet, ob an einer Stelle wieder Bedingungen für Schimmel entstehen. Es misst nicht, wie feucht ein Mauerwerk oder Estrich innen ist.

Liegt die Frage im Bauteil, etwa beim Austrocknen nach einem Leitungswasserschaden, braucht es eine Materialfeuchtemessung. Dafür baut San-Care auf Anfrage eine angepasste Messung mit Wandfeuchte-Sonden auf, gemeinsam mit dem Entwicklungspartner smartenic, ausgewertet in derselben Plattform. Vor jedem Angebot steht dabei eine offene Machbarkeitseinschätzung.

Welches Paket passt und wie man startet

Für eine überschaubare Kontrolle über eine Saison eignet sich der Pilot: 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate, mit Monatsreport und einfachen Alerts, zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Soll länger begleitet werden, etwa über mehr als eine Heizperiode, passt Objekt Basic zu 490 €/Monat zuzüglich Setup von 750–1.500 €.

Für den Auftrag genügt im Erstgespräch eine kurze Beschreibung: was saniert wurde oder welcher Schaden vorlag, wann, wo, und welche Entscheidung am Ende von der Messung abhängt. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.

SituationPassende Messung
Kontrolle einer Schimmelsanierung über einen WinterPilot, Raumklima an der sanierten Stelle und Vergleichspunkt
Begleitung über mehrere HeizperiodenObjekt Basic oder Objekt Pro, je nach Zahl der Messpunkte
Austrocknung im Bauteil nach WasserschadenAngepasste Messung mit Wandfeuchte-Sonden, auf Anfrage
Listenpreise laut Preisübersicht von San-Care, netto zuzüglich USt. Verbindlich ist ausschließlich das Angebot.

Begriffe in diesem Text

Kurz erklärt.

Messkonzept
Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
Vergleichsmesspunkt
Ein Messpunkt an einer unauffälligen Stelle, dessen Werte zeigen, was in diesem Gebäude normal ist.
Materialfeuchte
Die Menge Wasser, die in einem Baustoff selbst steckt, etwa in Mauerwerk, Putz oder Estrich, im Unterschied zur Feuchtigkeit der Raumluft.
Wandfeuchte-Sonde
Ein Messfühler, der in ein Bauteil eingebracht wird, um die Feuchtigkeit im Material über längere Zeit zu beobachten statt nur an der Oberfläche.
Trocknungskontrolle
Die durchgehende Überwachung, ob sich Feuchte nach einem Wasserschaden tatsächlich abbaut und die Werte sich stabilisieren.
Leitungswasserschaden
Ein Schaden durch Wasser, das aus Leitungen, angeschlossenen Geräten oder Heizungsanlagen eines Gebäudes austritt.
Sensorik nach Maß
Messtechnik, die für eine bestimmte Fragestellung in einem Gebäude ausgewählt oder angepasst aufgebaut wird, statt ein fertiges Gerät von der Stange zu nehmen.
Messreihe
Eine lückenlose Folge von Messwerten über einen längeren Zeitraum — im Unterschied zur einmaligen Momentaufnahme.

Vollständiges Glossar

Häufige Fragen

Was dazu gefragt wird.

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Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich