68 — Wissen
Feuchtemonitoring nach Sanierung oder Wasserschaden beauftragen: was in den Auftrag gehört
Nach einer Sanierung will jeder wissen, ob sie gewirkt hat. Ob die Messung diese Frage beantworten kann, entscheidet sich aber schon beim Auftrag, nicht erst beim Auswerten.
Wer ein Monitoring typischerweise beauftragt
Je nach Objekt beauftragen die Hausverwaltung, der Eigentümer oder ein Fachbetrieb in Abstimmung mit dem Auftraggeber die Messung. Entscheidend ist weniger, wer bezahlt, als dass alle Beteiligten vorher wissen, was gemessen wird und wer die Ergebnisse bekommt. Sonst entsteht am Ende eine Messreihe, die eine Seite nicht anerkennt, weil sie beim Festlegen der Messorte nicht dabei war.
Wer bei einem Schaden die Kosten trägt, ist eine vertragliche oder rechtliche Frage. Sie gehört nicht in die Messplanung, sollte aber vor dem Auftrag geklärt sein.
Was in den Auftrag gehört
Die folgenden Punkte machen aus einem allgemeinen Wunsch nach Kontrolle einen Auftrag, an dessen Ende eine verwertbare Antwort steht.
| Punkt | Festzulegen | Warum |
|---|---|---|
| Ziel | Welche Frage beantwortet werden soll, zum Beispiel ob die sanierte Außenecke über den Winter unkritisch bleibt | Aus dem Ziel folgen Messorte und Zeitraum |
| Messgröße | Raumklima an der Oberfläche oder Materialfeuchte im Bauteil | Raumklima-Sensoren erfassen keine Feuchte im Mauerwerk |
| Messorte | Sanierte Stellen, angrenzende Bereiche und ein Vergleichspunkt | Erst der Vergleich macht eine Veränderung sichtbar |
| Zeitraum | Mindestens die Saison, in der das Problem auftrat | Außenwände zeigen sich im Winter, Keller oft im Sommer |
| Empfänger | Wer Alerts, Monatsreports und Zugang zur Plattform erhält | Damit eine Meldung nicht ins Leere läuft |
| Weitergabe | Ob Daten an Sachverständige oder andere Beteiligte gehen | Export und Rollen vorab regeln |
| Ende | Wann die Messung endet oder überprüft wird | Sonst läuft sie weiter, ohne dass jemand die Frage stellt |
Warum es sich lohnt, schon vor der Sanierung zu messen
Eine Messreihe nach der Sanierung zeigt, wie sich das Objekt jetzt verhält. Ob das eine Verbesserung ist, lässt sich nur sagen, wenn es Werte von vorher gibt. Wer eine Sanierung plant, sollte deshalb überlegen, schon in der Heizperiode davor zu messen.
Ist die Sanierung schon erfolgt, hilft ein Vergleichspunkt in einem unauffälligen Bereich desselben Objekts. Er zeigt, wie sich ein Raum unter denselben Außenbedingungen verhält, und macht Abweichungen an der sanierten Stelle sichtbar.
Raumklima oder Materialfeuchte: die richtige Messung wählen
Das Standard-Feuchtemonitoring von San-Care misst Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt an der Oberfläche, alle 15 Minuten. Das passt, wenn die Frage lautet, ob an einer Stelle wieder Bedingungen für Schimmel entstehen. Es misst nicht, wie feucht ein Mauerwerk oder Estrich innen ist.
Liegt die Frage im Bauteil, etwa beim Austrocknen nach einem Leitungswasserschaden, braucht es eine Materialfeuchtemessung. Dafür baut San-Care auf Anfrage eine angepasste Messung mit Wandfeuchte-Sonden auf, gemeinsam mit dem Entwicklungspartner smartenic, ausgewertet in derselben Plattform. Vor jedem Angebot steht dabei eine offene Machbarkeitseinschätzung.
Welches Paket passt und wie man startet
Für eine überschaubare Kontrolle über eine Saison eignet sich der Pilot: 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate, mit Monatsreport und einfachen Alerts, zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Soll länger begleitet werden, etwa über mehr als eine Heizperiode, passt Objekt Basic zu 490 €/Monat zuzüglich Setup von 750–1.500 €.
Für den Auftrag genügt im Erstgespräch eine kurze Beschreibung: was saniert wurde oder welcher Schaden vorlag, wann, wo, und welche Entscheidung am Ende von der Messung abhängt. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.
| Situation | Passende Messung |
|---|---|
| Kontrolle einer Schimmelsanierung über einen Winter | Pilot, Raumklima an der sanierten Stelle und Vergleichspunkt |
| Begleitung über mehrere Heizperioden | Objekt Basic oder Objekt Pro, je nach Zahl der Messpunkte |
| Austrocknung im Bauteil nach Wasserschaden | Angepasste Messung mit Wandfeuchte-Sonden, auf Anfrage |
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Messkonzept
- Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
- Vergleichsmesspunkt
- Ein Messpunkt an einer unauffälligen Stelle, dessen Werte zeigen, was in diesem Gebäude normal ist.
- Materialfeuchte
- Die Menge Wasser, die in einem Baustoff selbst steckt, etwa in Mauerwerk, Putz oder Estrich, im Unterschied zur Feuchtigkeit der Raumluft.
- Wandfeuchte-Sonde
- Ein Messfühler, der in ein Bauteil eingebracht wird, um die Feuchtigkeit im Material über längere Zeit zu beobachten statt nur an der Oberfläche.
- Trocknungskontrolle
- Die durchgehende Überwachung, ob sich Feuchte nach einem Wasserschaden tatsächlich abbaut und die Werte sich stabilisieren.
- Leitungswasserschaden
- Ein Schaden durch Wasser, das aus Leitungen, angeschlossenen Geräten oder Heizungsanlagen eines Gebäudes austritt.
- Sensorik nach Maß
- Messtechnik, die für eine bestimmte Fragestellung in einem Gebäude ausgewählt oder angepasst aufgebaut wird, statt ein fertiges Gerät von der Stange zu nehmen.
- Messreihe
- Eine lückenlose Folge von Messwerten über einen längeren Zeitraum — im Unterschied zur einmaligen Momentaufnahme.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
Der kleinste Einstieg für Ihr Objekt.
Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.
990 € einmalig, oder 390 €/Monat
- 10 Messpunkte
- 1 Objekt
- 3 Monate Laufzeit
- Monatsreport
- Einfache Alerts
Passende Leistungen
- Feuchte- und SchimmelmonitoringFeuchte, Temperatur und Taupunkt — alle 15 Minuten, über Monate, zeitgestempelt.Ansehen
- Individuelle Messaufgaben und Sensorik nach MaßWenn die Frage eine andere ist, bauen wir die Messung dazu.Ansehen
- Messkonzept, Montage und WartungWo gemessen wird, entscheidet, ob die Daten später etwas wert sind.Ansehen
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Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich