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Glossar — Bauphysik

Oberflächentemperatur

Die Temperatur der Wand- oder Bauteiloberfläche selbst, die deutlich unter der Temperatur der Raumluft liegen kann.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Die Oberflächentemperatur ist die Temperatur, die eine Wand, Decke oder Fensterlaibung an ihrer raumseitigen Fläche tatsächlich hat. Sie liegt bei Außenbauteilen im Winter unter der Raumlufttemperatur, weil Wärme durch das Bauteil nach außen abfließt. Wie groß der Unterschied ist, hängt von der Dämmung, der Außentemperatur und davon ab, wie gut warme Raumluft die Stelle erreicht.

Gemessen wird sie berührungslos mit einem Infrarotthermometer oder einer Wärmebildkamera, oder mit einem Fühler, der direkt an der Oberfläche anliegt. Ein Raumsensor misst hingegen die Luft. Deshalb ist die Montageposition entscheidend: Ein Messpunkt nahe der Wand in einer Außenecke erfasst Bedingungen, die denen an der Oberfläche deutlich näher kommen als ein Gerät auf dem Regal.

Für den Schimmel zählt diese Temperatur mehr als jede andere. Bei 20 °C Raumluft und 60 Prozent relativer Feuchte führt eine Oberflächentemperatur von 14 °C an der Wand zu einer Oberflächenfeuchte von fast 90 Prozent. Hinter Schränken und Vorhängen, wo keine warme Luft hinkommt, fällt die Temperatur zusätzlich.

Der typische Irrtum: Ein warmer Raum habe auch warme Wände. Ein gut geheizter Raum kann an einer einzelnen Ecke dennoch kritisch kalt sein.

Mit eigenen Werten ausrechnen: Taupunktrechner

Im Bestandsgebäude

Für Schimmel zählt nicht die Raumluft, sondern die Oberfläche. Ein Raum mit 21 °C kann an der Außenecke 14 °C haben — dort entscheidet sich, ob Feuchtigkeit ausfällt.

Warum ist die Wand kälter als die Raumluft?
Eine Außenwand ist innen kälter als die Raumluft, weil ständig Wärme durch das Bauteil nach außen abfließt. An Ecken, Laibungen und hinter Möbeln ist der Unterschied besonders groß. Dort steigt die Feuchte an der Oberfläche, obwohl der Raum warm ist. San-Care misst in Wien und Niederösterreich genau an diesen Stellen statt in der Raummitte.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich