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Glossar — Bauphysik

Wärmebrücke

Eine Stelle im Bauteil, an der Wärme schneller nach außen abfließt als daneben — die Oberfläche bleibt dort kälter.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Eine Wärmebrücke ist ein örtlich begrenzter Bereich der Gebäudehülle, durch den mehr Wärme nach außen abfließt als durch die angrenzenden Flächen. Die Folge ist eine kältere Innenoberfläche genau an dieser Stelle. Man unterscheidet geometrische Wärmebrücken wie Außenecken, an denen einer kleinen warmen Innenfläche eine große kalte Außenfläche gegenübersteht, und konstruktive Wärmebrücken wie Betondecken, Stützen oder Balkonplatten, die durch die Dämmebene hindurchgehen.

Erkennen lassen sich Wärmebrücken mit einer Wärmebildkamera bei ausreichend kaltem Außenwetter oder durch Messung der Oberflächentemperatur. Eine Wärmebildaufnahme zeigt jedoch nur einen Moment. Wie sich die Stelle über Tage und Nächte verhält, zeigt erst eine Messreihe.

Im Bestand sind Wärmebrücken oft nicht zu beseitigen, ohne das Gebäude umfassend zu sanieren. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Stellen tatsächlich kritisch werden. Häufig wird eine Wärmebrücke erst nach einem Fenstertausch auffällig: Das neue, dichtere Fenster ist nicht mehr die kälteste Fläche im Raum, die Laibung daneben übernimmt diese Rolle.

Der typische Irrtum ist, dass eine Wärmebrücke automatisch Schimmel bedeutet. Sie erhöht das Risiko, ob es tatsächlich kritisch wird, entscheidet sich erst im Zusammenspiel mit Raumfeuchte, Heizung und Möblierung.

Im Bestandsgebäude

Wärmebrücken sind der Grund, warum es fast immer an derselben Ecke schimmelt. Betondecken, auskragende Balkonplatten, Fensteranschlüsse und Gebäudeecken sind die klassischen Stellen im Altbau.

Was ist eine Wärmebrücke?
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen abfließt, sodass die Innenoberfläche kälter bleibt. Typisch sind Außenecken, Deckenanschlüsse, Balkonplatten und Fensterlaibungen. Dort steigt die Feuchte an der Oberfläche zuerst. San-Care setzt in Wien und Niederösterreich Messpunkte gezielt an solche Stellen und dokumentiert ihr Verhalten über den Winter.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich