Glossar — Messung
Schimmelrisiko-Index
Eine aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit berechnete Kennzahl, die das Risiko für Schimmelwachstum an einem Messpunkt in einem Wert zusammenfasst.
Erklärt
Was hinter dem Begriff steckt.
Ein Schimmelrisiko-Index ist eine abgeleitete Messgröße. Er wird nicht direkt gemessen, sondern aus den Messwerten Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit an einer Stelle berechnet. Ziel ist, die Frage „Wie günstig sind die Bedingungen hier für Schimmel?“ in einer einzigen, vergleichbaren Zahl zu beantworten.
Bauphysikalisch hängt Schimmelwachstum von drei Dingen ab: wie feucht eine Oberfläche ist, wie warm sie ist und wie lange dieser Zustand anhält. Kurze Feuchtespitzen sind meist unkritisch, eine über Tage hohe Oberflächenfeuchte dagegen nicht. Ein Index ist deshalb vor allem im Verlauf aussagekräftig: Steigt er wiederholt oder bleibt er hoch, verdient die Stelle Aufmerksamkeit.
Die Grenzen sind wichtig für die Einordnung. Ein Index beschreibt Bedingungen, keinen Befall. Er weiß nichts über das Material der Oberfläche, über Verschmutzung oder darüber, ob bereits Sporen vorhanden sind. Er zeigt, wo die Bedingungen ungünstig sind, die Bewertung vor Ort bleibt eine fachliche Aufgabe.
San-Care berechnet den Schimmelrisiko-Index für jeden Messpunkt aus den alle 15 Minuten erfassten Werten für Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit, zusammen mit dem Taupunkt.
Feuchte allein sagt wenig über Schimmel, Temperatur allein auch nicht. Der Index verbindet beide zu einer Größe, die sich über die Zeit verfolgen und zwischen Messpunkten vergleichen lässt.
- Was ist ein Schimmelrisiko-Index?
- Ein Schimmelrisiko-Index ist eine aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit berechnete Kennzahl, die das Risiko für Schimmelwachstum an einer Stelle in einem Wert zusammenfasst. Er beschreibt Bedingungen, nicht tatsächlichen Befall, und ist vor allem im Verlauf aussagekräftig. San-Care berechnet ihn in Wien und Niederösterreich für jeden Messpunkt aus den alle 15 Minuten erfassten Werten.
- Wie wird das Schimmelrisiko gemessen?
- Das Schimmelrisiko wird nicht direkt gemessen, sondern aus Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit an einer kritischen Stelle berechnet, zusammen mit der Dauer ungünstiger Bedingungen. Entscheidend ist daher ein Sensor an der richtigen Stelle und ein lückenloser Verlauf. San-Care erfasst diese Werte in Wien und Niederösterreich mit Messpunkten an kritischen Stellen.
- Warum reicht die Luftfeuchtigkeit allein nicht, um Schimmelrisiko zu beurteilen?
- Die Luftfeuchtigkeit allein reicht nicht, weil dieselbe Raumluft an einer warmen Wand unkritisch und an einer kalten Außenecke kritisch sein kann. Erst zusammen mit der Temperatur und der Dauer ergibt sich das Risiko. San-Care verknüpft in Wien und Niederösterreich beide Messwerte im Schimmelrisiko-Index und im Taupunkt.
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Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich