66 — Wissen
Schimmelwarner für Vermieter: Was ein System in vermieteten Wohnungen können muss
Ein Schimmelwarner in der eigenen Wohnung piept, und man lüftet. In einer vermieteten Wohnung muss die Warnung jemanden erreichen, der nicht dort wohnt, und sie muss Monate später noch nachvollziehbar sein.
Warum die Anforderungen andere sind als in der eigenen Wohnung
Ein Schimmelwarner aus dem Handel ist für Bewohner gebaut: Er zeigt einen Wert oder gibt ein Signal, und die Person im Raum reagiert. Für einen Vermieter oder eine Verwaltung gilt eine andere Ausgangslage. Sie sind nicht vor Ort, haben keinen Zugriff auf das Heimnetz der Mieter und brauchen eine Information, die sich auch Wochen später noch einordnen lässt.
Dazu kommt das Verhältnis zu den Bewohnern. Ein Gerät, das mehr erfasst als nötig, oder eine Messung ohne vorherige Information belastet das Mietverhältnis, bevor überhaupt ein Wert vorliegt.
Die Anforderungen im Überblick
Die folgende Liste beschreibt, was ein System in einer vermieteten Wohnung leisten sollte. Sie eignet sich auch als Prüfliste für ein Angebot.
| Anforderung | Warum sie zählt |
|---|---|
| Messung an der kältesten Stelle, etwa Außenecke oder Laibung | Schimmel entsteht an kalten Oberflächen, nicht in der Raummitte |
| Temperatur, relative Luftfeuchte und Taupunkt | Ohne Temperatur ist ein Feuchtewert kaum zu deuten |
| Dichtes Messintervall, durchgehend über Monate | Nur der Verlauf trennt kurze Spitzen von anhaltenden Bedingungen |
| Alarm erst bei anhaltend kritischen Bedingungen | Sonst löst jedes Duschen eine Meldung aus |
| Meldung an Vermieter oder Verwaltung, nicht nur ein Signal im Raum | Wer nicht dort wohnt, muss trotzdem erfahren, dass etwas los ist |
| Funk ohne das WLAN der Mieter | Kein Zugriff auf das Heimnetz, keine Abhängigkeit vom Router der Bewohner |
| Nur Raumklima, keine Kamera, kein Mikrofon, keine Anwesenheitserkennung | Ein Sensor, der mehr erfasst, belastet das Mietverhältnis |
| Sichtbare Ausfälle und Lücken | Eine Messreihe ist nur so viel wert wie ihre Vollständigkeit |
| Export und Bericht für Dritte | Sachverständige und andere Beteiligte brauchen lesbare Unterlagen |
Wie San-Care diese Anforderungen umsetzt
Die Messpunkte von San-Care erfassen Temperatur auf ±0,3 °C genau, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt alle 15 Minuten und stufen das Schimmelrisiko je Messpunkt über eine vierstufige Ampel von Grün bis Rot ein. Sie funken über LoRaWAN an eine eigene Basisstation, laufen rund fünf Jahre mit einer Batterie und haben keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung.
In der Plattform unter app.san-care.at gelten Alarmregeln mit Mindestdauer, die Meldungen an festgelegte Empfänger schicken. Fällt ein Messpunkt aus, wird das sichtbar; fehlende Werte werden nicht aufgefüllt. Der Monatsreport ordnet die Werte fachlich ein, die Rohdaten lassen sich als CSV exportieren. Auf Wunsch können Bewohner eingeladen werden und sehen dann ausschließlich die eigene Wohnung.
Wie man Mieter einbindet
Ein Messpunkt in einer bewohnten Wohnung setzt die Zustimmung der Bewohner voraus. Sie wird eingeholt, nicht vorausgesetzt. Hilfreich ist eine kurze Information vorab: was gemessen wird, wozu, wer die Daten sieht und wie lange gemessen wird.
Oft entspannt es die Lage, wenn Mieter die eigenen Werte sehen können. Dann wird aus einem Gerät des Vermieters ein gemeinsamer Blick auf dieselben Daten, und Lüftungs- oder Heizhinweise lassen sich an konkreten Verläufen festmachen statt an Vermutungen.
Für wen das Angebot von San-Care gedacht ist
San-Care arbeitet objektbezogen: eine netzbetriebene Basisstation je Objekt, batteriebetriebene Messpunkte in den betroffenen Einheiten, typisch zwei bis vier je Einheit. Das passt vor allem für Vermieter mit mehreren Wohnungen in einem Haus, für Zinshauseigentümer und für Hausverwaltungen.
Der Einstieg ist ein Pilot mit 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Ob sich Monitoring für eine einzelne vermietete Wohnung lohnt, klärt das Erstgespräch offen. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Taupunkt
- Die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasser sich niederschlägt.
- Kritische Oberflächenfeuchte
- Der in der Bauphysik übliche Richtwert, ab dem an einer Bauteiloberfläche mit Schimmelwachstum zu rechnen ist: rund 80 Prozent relative Feuchte über einen längeren Zeitraum.
- Messintervall
- Der zeitliche Abstand zwischen zwei Messungen — bei San-Care 15 Minuten, also rund 96 Werte je Größe und Tag.
- Alert
- Eine automatische Meldung per E-Mail, sobald an einem Messpunkt über längere Zeit kritische Bedingungen bestehen.
- Frühwarnsystem
- Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.
- Datenlücke
- Ein Zeitraum ohne Messwerte, etwa weil ein Messpunkt ausgefallen ist oder kein Funkkontakt bestand.
- Informationspflicht nach DSGVO
- Die Pflicht, Menschen beim Erheben ihrer Daten zu sagen, wer die Daten verarbeitet, wozu, wie lange und welche Rechte sie haben.
- Hygrometer
- Ein Messgerät, das die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt, meist zusammen mit der Temperatur.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
Der kleinste Einstieg für Ihr Objekt.
Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.
990 € einmalig, oder 390 €/Monat
- 10 Messpunkte
- 1 Objekt
- 3 Monate Laufzeit
- Monatsreport
- Einfache Alerts
Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich