Glossar — Messung
Messintervall
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Messungen — bei San-Care 15 Minuten, also rund 96 Werte je Größe und Tag.
Erklärt
Was hinter dem Begriff steckt.
Das Messintervall ist die feste Zeitspanne, nach der ein Sensor einen neuen Messwert aufnimmt. Es bestimmt, wie fein eine Messreihe aufgelöst ist. Ein kurzes Intervall zeigt schnelle Vorgänge wie einen Duschvorgang oder das Öffnen eines Fensters, ein langes Intervall zeigt nur den groben Trend.
Welches Intervall sinnvoll ist, hängt von der Frage ab. Für Raumklima und Oberflächenfeuchte bringen Minutenwerte kaum zusätzliche Erkenntnis, Stundenwerte verschlucken dagegen kurze Spitzen. Bei San-Care liegt das Intervall bei 15 Minuten, das ergibt rund 96 Werte je Messgröße und Tag. Damit wird ein Tagesrhythmus aus Kochen, Duschen, Lüften und nächtlicher Abkühlung klar erkennbar.
In der Praxis wirkt sich das Intervall direkt auf die Batterielaufzeit aus, weil jede Messung und jede Funkübertragung Energie kostet. Das Intervall ist daher ein Kompromiss zwischen Auflösung und Betriebsaufwand.
Der typische Irrtum ist, ein kürzeres Intervall bringe immer genauere Ergebnisse. Die Genauigkeit eines Einzelwerts hängt vom Sensor ab, nicht vom Intervall. Ein kürzeres Intervall erhöht nur die zeitliche Auflösung. Für die Frage, ob eine Stelle über Tage feucht bleibt, ist ein Viertelstundenwert mehr als ausreichend.
Das Intervall bestimmt, was sichtbar wird. Eine Tagesmessung zeigt keinen Duschvorgang und keinen nächtlichen Temperaturabfall. In 15 Minuten fällt beides auf.
- Wie oft sollte ein Feuchtesensor messen?
- Für Feuchte und Temperatur in Wohnräumen genügt ein Intervall von einigen Minuten bis zu einer Viertelstunde, weil damit Duschen, Lüften und nächtliche Abkühlung sichtbar werden. Stundenwerte verschlucken kurze Spitzen. San-Care misst in Wien und Niederösterreich alle 15 Minuten, das ergibt rund 96 Werte je Messgröße und Tag.
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